Hefeteig selber machen

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Tipps | 5. April 2013 | Von

Einen Hefeteig selber machen ist eigentlich nicht schwer. Doch je mehr man sich mit eigenem Hefeteig beschäftig, desto besser will man werden. Dann spielen die Wahl des Mehls sowie die Menge an Hefe, Wasser und Zucker eine entscheidende Rolle.

Die Hefe arbeitet und der Hefeteig geht
Nach einer Stunde sieht der Hefeteig doch ganz wunderbar aus!

Die Herkunft der Hefe

Wisst ihr überhaupt, woraus Hefe besteht? Es ist eine Art Pilz, der gezüchtet wird. Seinen Ursprung kann man wohl nicht ganz datieren, da es Hefe schon wirklich sehr lange gibt. Bereits die alten Ägypter, die uns das gute Bier brachten, kannten Hefekulturen. Wahrscheinlich wurde diese beim Mischen von Wasser und Weizen für das Bier entdeckt. Beim Fermentieren entsteht obergärige Hefe, die zum Brauen verwendet wird. Die Bakterien benutzten sie dann aber auch im Teig zum Backen. So haben die Ägypter wohl auch gemerkt, dass Hefe den Teig größer und fluffiger macht.  Bitte belehrt mich eines Besseren, wenn ihr mehr wisst. zur Geschichte und Herkunft der Backhefe kann man in dem bekannten Onlinelexikon Wikipedia natürlich einiges nachlesen.

Was zeichnet einen guten Hefeteig aus?

Zwei Dinge: Erstens, er ist weich, glatt und lässt sich dadurch gut verarbeiten. Zweitens, er schmeckt ausgewogen durch die Balance von Salz, Hefe und Zucker sowie zusätzliche Kräuter. Jedenfalls dient Hefe dazu, unseren Teig größer, fluffiger und geschmeidiger zu machen, weil sie sich die Bakterien vermehren. Lange Rede, kurzer Sinn – damit Hefe arbeiten kann, benötigt sie Zucker. Wenn ich meinen Teig zubereite, nehme ich eine kleine Schüssel. 1/2 Würfel frische Hefe oder eine Packung Trockenhefe mit lauwarmen Wasser auflösen und 1 EL Zucker hinzufügen. Nur so viel Flüssigkeit verwenden, dass man die Hefe darin auflösen kann. Anschließend die Schale weglegen und 15 Minuten gehen lassen. Während dessen die Mehlmischung vorbereiten.

Mehl vorher würzen

Etwa 500 g Mehl und die Hefe in eine große Schüssel kippen. Dazu kommen 1 EL Zucker und 1 EL Salz voll Salz und Zucker. Manchmal nehme ich Kräuter (getrocknet) wie Basilikum, Rosmarin oder Thymian. Wer es scharf mag, kann auch Chili in das Mehl geben. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Jedenfalls muss eure Mischung ordentlich durchgerührt werden.

Mehl in Schüssel
Meine Mehlmischung: Weizenmehl, Vollkornmehl, Salz und Zucker.
Teig kneten
Als Bonus gab ich etwas Chili und Basilikum dazu. Dann heißt es, gut durchkneten und warten

Im nächsten Schritt fügt ihr die flüssige Hefe aus der kleinen in die große Schüssel. Jetzt geht’s los: Einen Behälter mit lauwarmen Wasser füllen und immer wieder etwas der Teigmasse hinzufügen, um sie langsam geschmeidig zu machen. Das Wichtigste ist das lange Mischen. Da darf es keine Klumpen geben und der Teig darf auf gar keinen Fall zu wenig Wasser enthalten und verhärten. Mein Super-Tipp: Nehmt mehr Wasser und knetet die feuchte Masse langsam durch zusätzliches Mehl zu einem geschmeidigen Teig. Das ist eigentlich der schwierigste Part und erfordert Geduld sowie Muskelkraft. Ich mache den Anfang immer mit einem Mixer. Später kommen die Hände dazu.

Hefeteig lange kneten

Nicht aufgeben, je länger ihr knetet desto geschmeidiger das Ergebnis – es lohnt sich! Nachdem ihr nun euren Teig fertig habt, legt ihr ihn wieder in die große Schüssel zurück, damit er ruhen kann. Doch Vorsicht – wenn der Teig wächst, geht er natürlich auf, reißt und wird an einigen Stellen klebrig. Ihr solltet in deshalb entweder gut mit Mehl bestäuben oder aber mit Olivenöl einschmieren. Die Schüssel gut abdecken und an einen warmen Ort stellen. Die beste Temperatur für das Wachstum des Teigs liegt bei 25 bis 30 Grad. Ich nutze hierfür den noch ausgeschalteten Ofen.

Ihr solltet dem Teig eine Stunde zum Gehen geben. Auch wenn das lange erscheint, die Ruhezeit ist wichtig. Letztendlich ist ein guter Teig ein Geduldsspiel. Beim Brotbacken empfiehlt es sich, den Teig zwei Mal gehen zu lassen. Zwischendurch wird er nochmal ordentlich durchgeknetet, damit die Luft rausgeht. Nach dem zweiten Gehen den Brotteig einschneiden und in den Ofen stecken. Für einen einfachen Pizzateig reicht das einmalige Warten vollkommen aus. Bei Pizza empfehle ich außerdem, etwas mehr Olivenöl in den Teig zu mischen. Das macht ihn nochmal geschmeidiger.

Tja, das war’s! Ich hoffe, ich konnte euch die Angst vor dem Zubereiten eines selbst gemachten Hefeteigs nehmen.

Hefeteig mit Weizenmehl
Zutaten für einen Hefeteig
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Zubereitungszeit
20M
Gesamtzeit
Zutaten
  1. 500g Weizenmehl
  2. 300ml Wasser
  3. 1/2 Hefe (frisch)
  4. Salz
  5. Zucker
Zubereitung
  1. Hefe in lauwarmen Wasser auflösen
  2. Alle Zutaten miteinander vermischen
  3. Den Teig 45 Minuten bis 1 Stunde gehen lassen
Von
Food Blaster http://foodblaster.com/
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Kommentare

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