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Laugenbrötchen zubereiten

Laugenbrötchen selber machen

von Artur Jagiello
2 Kommentare

In diesem Beitrag möchte ich euch zeigen, wie ihr eure eigenen Laugenbrötchen ganz einfach zubereitet. Im Grunde werden sie wie normale Hefebrötchen gemacht, nur dass sie vorher im siedenden Laugenwasser kurz aufbrühen.

Backen ist eine Kunst für sich und gelingt auch mir nicht immer. Wie oft bin ich gescheitert, wie oft hat es wunderbar geklappt. Die Faktoren beim Backen sind zahlreich: Sie reichen von der Qualität der Hefe über die Mehlsorte bis hin zur Wassertemperatur. Doch die Zubereitung von Laugenbrötchen hat bei mir bislang immer super geklappt. Warum? Weil die Brötchen mit genug Feuchtigkeit in den Ofen gelangen und das macht sie saftig und die Kruste knusprig.

Der Brötchenteig

Am Anfang löse ich immer erst die Hefe im Wasser auf. Achtet darauf, dass es lauwarm ist. 30 Gramm Hefe mit etwas Wasser und ein wenig Zucker mischen und gut rühren, bis keine Klumpen mehr vorhanden sind. Lasst die Hefe nun zehn Minuten ruhig stehen. Es bilden sich erste Blasen. Das bedeutet, dass die Hefe zu wirken beginnt.

Jetzt 400 Gramm Mehl mit der Hefe und weiteren 300 Milliliter lauwarmen Wasser zu einem Teig kneten. Solltet ihr merken, dass der Teig viel zu nass sein, etwas mehr Mehl hinzufügen. Obwohl das vor dem Gehen nicht so schlimm ist. Erst beim Kneten solltet ihr darauf achten, dass ihr vernünftige Brötchen formen könnt.

Hefe in Wasser auflösen
Frische Hefe für den Teig auflösen

Zum Mixen am besten eine Maschine verwenden. Ich nutze entweder den Mixer oder eine Küchenmaschine. Wichtig ist, dass der Teig richtig durchgeknetet wird. Später geht es mit den Händen weiter. Den Teig schließlich in eine Schüssel geben, mit Mehl bestäuben und für eine Stunde gehen lassen.

Die Brötchen und die Lauge

Während der Teig geht, könnt ihr in aller Ruhe die Lauge vorbereiten. Hierfür 20 Gramm Natron mit 500 ml Wasser zum Kochen bringen. Wichtig, es muss kochen, denn erst dann verbindet sich die Lauge richtig mit der Flüssigkeit. Ihr könnt das Wasser auch ein wenig salzen, dann erhalten die Brötchen eine leicht salzige Kriste. Ihr könnt aber auch erst nach dem Herausholen die Brötchen würzen: mit Salz, Kreutern oder wie ihr eben mögt.

Achtung: Wenn ihr mit Natronlauge arbeitet, seid bitte vorsichtig. Sie ist nämlich ätzend. Deswegen „immer eine Schutzbrille und chemikalienfeste Handschuhe zu tragen“, heißt es bei Bäckerlatein. Naja, ich mache das nicht, weil ich Haushaltsnatron verwende. Damit ist mir nie etwas passiert. Solltet ihr Natron (NaOH) nutzen, dann ist Vorsicht geboten. Haushaltsnatron wie zum Beispiel Kaisernatron (NaHCO3) ist harmloser. Es funktioniert aber auch ganz prima damit.

Brötchen formen
Aus dem Teig nun die Brötchen formen

Nach einer Stunde den Teig rausholen und kleine Brötchen formen. Denkt daran, dass sie noch ein wenig weiter wachsen. Also solltet ihr sie nicht zu groß kneten. Die kleinen Brötchen nun zehn Minuten ruhen lassen und danach in das siedende Wasser tauchen. Dort etwa eine Minuten ziehen lassen und danach auf ein Backblech mit Backpapier legen.

Lauge für Brötchen
Die Brötchen in der Lauge eine Minute köcheln lassen
Nasse Teiglinge
Laugenbrötchen im rohen Zustand. Jetzt ab in den Ofen!

Laugenbrötchen 20 Minuten bei 180° Celsius backen

Die Laugenbrötchen im Ofen bei 180° – 200° kross ausbacken. Ob die Brötchen fertig sind, prüft ihr am besten, indem ihr eins rausholt und auf der Rückseite den Klopftest macht. Klingt das Brötchen hohl, ist es fertig. Gibt es dagegen kaum Resonanz, können sie noch ein paar Minuten im Ofen bleiben. Lasst die Laugenbrötchen etwas abkühlen. So ziehen sie noch nach und ihr verbrennt euch nicht den Mund beim Essen.

Laugenbrötchen frisch aus dem Ofen
So sehen die fertigen Brötchen aus. Sehr lecker!

Laugenbrötchen selber machen

Rezept für selbstgemachte Laugenbrötchen
Vorbereitungszeit2 Stdn.
Zubereitungszeit30 Min.
Keyword: Brötchen
Portionen: 4 Personen
Autor: Artur Jagiello

Zutaten

  • 400 g Weizenmehl
  • 300 ml Wasser lauwarm
  • 30 g Hefe frisch
  • 20 g Natron
  • 500 ml Wasser für das Natron
  • 10 g Salz
  • 10 g Zucker

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2 Kommentare

Lutz 28. September 2019 - 16:55

Eine kleine Ergänzung, weil du mich zitiert hast: Mein Hinweis auf Schutzbrille etc. bezieht sich auf Natronlauge (NaOH), nicht auf das von dir verwendete Natron. Das sind zwei völlig verschiedene Dinge.

Antworten
Artur Jagiello 29. September 2019 - 19:59

Hallo! Vielen Dank für die Ergänzung. Stimmt, NaOH ist nicht zu verwechseln mit Haushaltsnatron (Bsp. Kaisernatron). Es sind andere chemische Zusammensetzungen. NaOH ist in der Tat gefährlich und ätzend und ich werde den Teil erweitern. Danke!

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