Pfeffermühlen: Tipps zum Einkauf

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Tipps | 25. Februar 2018 | Von

Worauf gilt es beim Kauf einer Pfeffermühle zu achten? In diesem Beitrag widme ich mich ausschließlich den hübschen Mühlen und gebe wertvolle Tipps bei der Suche nach dem richtigen Modell.

Pfeffermühle kaufen

Pfeffermühle von Peugeot

Worauf muss man beim Kauf einer Pfeffermühle achten?

Was unterscheidet gut Mühlen von schlechten? Zum einen die Verarbeitung, das Material und natürlich das Mahlwerk.

Das Mahlwerk

In der NOZ lesen wir, dass ein gutes Mahlwerk das Pfefferkorn schält, dann schneidet und anschließend mahlt. Schlechte Mahlwerke würden das Korn nur quetschen.

Es ist das A und das O einer jeden Pfeffermühle. Beim Mahlwerk kommt es vor allem auf das Material an. Dieses reicht von weichem und günstigem Plastik bis hin zu Edelstahl, Titan oder Keramik. Pfefferkörner können unterschiedlich hart sein und ein solides Mahlwerk muss die Körner verarbeiten, ohne dass es kaputt geht. Deswegen bin ich überhaupt kein Fan von den billigen Mühlen aus dem Discounter, die aus Plastik verarbeitet sind.

In diesem Artikel habe ich als Beispiel die ROYAN Pfeffermühle von PSP Peugeot genommen. Sie ist sehr gut verarbeitet und ihr Mahlwerk ist seit vielen Jahren das Markenzeichen des Familienunternehmens. Kostenpunkt: um die 50 Euro. Klingt nach Werbung? Ja, und deswegen muss ich an dieser Stelle das ganze Thema auch als Anzeige deklarieren.

Ob nun Stahl oder Keramik gewählt wird, kommt ganz auf euren Wunsch an. Keramik ist weniger anfällig gegen Feuchtigkeit, allerdings können die Keramikzähne abbrechen. Deswegen muss eine Keramikmühle immer mit Pfefferkörnern gefült sein, damit die Zähne nie direkt aufeinander reiben. Keramikmühlen können dagegen auch Salzkörner mahlen, was Pfeffermühlen aufgrund der hohen Feuchtigkeit von Salz nicht leisten können oder sollten. Weitere Informationen dazu findet ihr in der FAZ.

Mahlwerk Pfeffermühle

Das Mahlwerk von Peugeot gehört zu den besten seiner Art

Die Größe der Pfeffermühle

Es gibt sie in hunderten Versionen und in verschiedenen Größen. Pfeffermühlen können einige Zenitimeter bis über einen Meter hoch sein. Letztere dienen dann aber eher dem Showcharakter im Restaurant. Solche “Bazookas” wirken in der eigenen Küche irgendwie komisch, oder? Pfeffermühlen sollten aber auch nicht zu klein sein, denn kleine Mühlen lassen sich viel schwieriger bedienen. Darüber hinaus soll die Pfeffermühle nicht gleich nach fünf Einsätzen leer sein. Die Peugeot-Mühle in meinem Test hat eine Höhe von 14 Zentimetern, was in meinen Augen absolut ausreicht. Mit einer Füllung reicht sie für viele Mittagstische und Abendessen.

PSP Peugeot ROYAN Pfeffermühle

[ANZEIGE] Die ROYAN von Peugeot ist 14 cm hoch und ist darüber hinaus recht schick

Die richtigen Pfefferkörner wählen

Wer sich etwas länger und intensiver mit Pfefferkörnern beschäftigt, wird feststellen, dass die Geschmacksunterschiede sehr groß sind. Die richtigen Pfefferkörner zu wählen ist entscheidend. Bei der Wahl der Körner solltet ihr unbedingt darauf achten, dass diese nicht zu viel Flüssigkeit enthalten. Andernfalls verklebt euer Mahlwerk. Zu den Sorten mit viel Feuchtigkeit gehören unter anderem:

  • Roter Pfeffer
  • Beerenpfeffer
  • Rosa Pfeffer
  • Grüner Pfeffer
  • Szechuanpfeffer
  • Japanischer oder Chinesischer Pfeffer
  • Anispfeffer
  • Nelkenpfeffer
  • Einige Pfeffermischungen

Weiterhin gibt es im Handel erhältliche Sorten, die mit Vorsicht zu genießen sind. So wurde im Jahr 2016 von Stiftung Warentest berichtet, dass die Pfeffersorte von Aldi Süd/Le Gusto und HES krebserregende Stoffe beinhaltet. Beim Test wurde Ethylenoxid nachgewiesen. Dieser Stoff wird insbesondere dazu verwendet, Bakterien, Viren und Pilze abzutöten. Auch der Anteil an Pestiziden hat damals die erlaubte Menge weit überschritten. Dies ist nun zwei Jahre her, wehalb jeder nochmal selber nachschauen sollte, ob sein Händler um die Ecke belastete Körner verkauft.

Spart also nicht am falschen Ende und kauft Körner, die ökologisch sauber angebaut und nicht durch irgendwelche Zusatzstoffe haltbarer gemacht wurden. Natürlich kostet Bio-Pfeffer ein wenig mehr Geld, doch die Investition lohnt sich. Er schmeckt einfach besser. Und mal im Ernst, Pfeffer hält sich ewig. Ich gebe alle zwei Monate mal um die zehn Euro für guten Pfeffer aus. Die Kosten schwanken natürlich je nach Kochfrequenz und Pfeffereinsatz.

Hier eine kleine Auflistung meiner lieblings Pfefferkörner:

Name Eigenschaft
Bio-Pfeffer von Azafran Bio-Pfeffer aus Sri-Lanka
Rasavat-Pfeffer Bio Bio-Pfeffer aus Sri-Lanka, große Körner, würzig
Bio-Pfeffer aus Ceylon (Sri Lanka) Aromatisch ohne Geschmacksverstärker
Tigerpfeffer aus Indien Aus der Indischen Malabarküste (Naturschutzgebiet), handgepflückt

Wie teuer darf eine Pfeffermühle sein?

Wären wir bei den Kosten … hier gilt: Nach oben ist wie immer alles offen. Blicken wir auf den Online-Shop des rennommierten Herstellers “Peugeot”, dann sehen wir hier Preise von 20 bis über 100 Euro. In diesem Rahmen solltet ihr euch bewegen. Mehr Geld müsst ihr wirklich nicht ausgeben. Meine Pfeffermühle liegt bei 50 Euro, doch es gibt diverse Top-Mühlen für rund 30 Euro im Handel. Da eine gute Pfeffermühle auch langlebiger ist und es vom Hersteller in der Regel eine lange Garantie gibt, macht ihr mit den 50 Euro sicher nichts falsch. Doch achtet auf die oben genannten Merkmale. Eine sehr schöne Pfeffermühle, die etwas mehr kostet, ist zum Beispiel auch die PARIS von Peugeot, die zu einer UVP von 62 Euro verkauft wird.

Mit dem Mörser oder der Mühle – was ist besser?

Ob ihr den Pfeffer nun mit dem Mörser oder Mühle mahlt, ist letztendlich egal. In beiden Fällen erhaltet ihr einen guten Geschmack. Doch in einigen Fällen empfiehlt sich der Mörser doch. Soll der Pfeffer zum Beispiel ganz grob werden, dann ist es das Gerät der Stunde. Mit nur wenigen Schlägen erreicht ihr euer gewünschtes Ergebnis. Mit grobem Pfeffer lässt sich zum Beispiel ein leckeres Steack wunderbar würzen. Ein Mörser eignet sich außerdem zur Verarbeitung von feuchten Pfefferkörnern, da hier nichts verkleben und kaputt gehen kann.

Zu guter letzt können beim Mörsern auch unterschiedliche Komponenten vermischt werden. Also zum Beispiel Pfeffer, Salz, Chili, Olivenöl und etwas Zitronenabrieb für eine Marinade. Beim Kauf eines Mörser bitte auch auf das Gewicht und die Größe achten. Vergesst die kleinen Schalen, greift lieber zu den großen Mörsern. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung.

Meine Kaufempfehlung ist der Cilio Mörser aus Granit für etwa 45 Euro.

 

Frühstück und Pfeffer

Ein Klassiker jeden Sonntag: Frühstücksbrötchen mit frisch gemahlenem Pfeffer.

Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen und euch den nächsten Pfeffermühlen-Einkauf erleichtern.

Zum Schluss noch ein letzter Tipp von mir:

Sollte eure Pfeffermühle einmal leer sein, füllt einige Reiskörner hinein und mahlt diese durch. Sie entziehen Wasser und säubern das Werk. Dadurch wird eure Mühle langlebiger wird.

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